Problembewältigung

Irgendwie finde ich das lustig, wenn ich mich so beobachte, was ich tue, wenn irgend etwas wirklich an mir knabbert. Vielleicht werde ich es mir noch mal irgendwann hier von der Seele schreiben (ich wollte eigentlich - deshalb habe ich die Kategorie Antigrinsekatze erstellt, aber irgendwie wollen die Worte nicht kommen und so soll es vermutlich einfach nicht sein), aber im Moment bin ich was einige Dinge angeht, nicht so ganz auf der Höhe.

 

Und beobachte mal wieder meine typische Art der Problembewältigung.

 

Nach einer Phase des Rumtobens (es geht nicths über einen soliden Zornanfall angesichts einer Schwachsinnsaktion aus dem näheren Umfeld...) geht es nahtlos über in die Bewältigungsphase. Da gehts mir eigentlich nicht schlecht, ich bin nicht deprimiert, und im Prinzip denke ich kaum dran.

Ich habe bloß ein gewisses Bedürfnis nach Ruhe - entgegen meiner sonstigen hektischen Aktivität - bin dann gerne mit mir allein (ohne, daß ich mich dann damit beschäftige, von Schreiben über WoW und Gitarre spielen mache ich alles, was mir so spass macht udn genieße es auch) und unternehme weniger. Traurig bin ich trotzdem nicht. Eher einfach still. Oder stiller wenigstens.

 

Ich finds nicht die schlechteste Art, einfach die übliche hektische Aktivität ein bisschen auf Sparflamme zu stellen, während das Unterbewußtsein mit sich selbst ausknuspert was es denn von diesem oder jenem hält.

 

Wenigstens bin ich dann nicht deprimiert. Das war ich bloss zwei Tage.

 

Das einzige was nervt, ist dass ich dann immer Bauchschmerzen kriege. Die gehen auch wieder weg, aber so lange sie da sind, sind sie lästig.

 

Also, Magen, hör mit dem Mist auf. Wird doch alles wieder gut.

 

In diesem Sinne

 

Esybilla 

2.5.08 15:37, kommentieren

Alte Schatten

http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,550328,00.html

 

Aus dem Nichts heraus hat mich der Artikel überfallen, und ich mußte mal wieder an die Zeit denken, in der ich viel Zeit mit Ultima Online verbracht habe.

 

Ich glaube (denke) nicht, daß es bei mir jemals krankhafte Züge annehm - dazu mag ich vermutlich mein Leben auch einfach zu sehr und bin nicht lange genug für das gleiche Thema fesselbar - aber einige der Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, waren meiner Meinung nach definitiv über die Grenze drüber zwischen Spiel und Obsession.

 

Ich rede nicht einmal von den paar kranken Gestalten, die auf diesem Server herum liefen (an dieser Stelle geht ein herzlciher Gruß an Herrn D.P.), sondern vielmehr von vielen Leuten, mit denen ich da wirklich viel Zeit verbracht habe.

 

Es waren (dummerweise ;-) ) die besten Rollenspieler auf dem Server, und da ich nicht wegen der Engine, sondern wegen dem Rollenspiel da war, landete ich über kurz oder lang da, weil das einfach viel mehr Spass machte, als nur dumm auf irgendwelche Pixelviecher einzuprügeln.

 

Vor- und Nachteil gleichzeitig war, sie haben das alles fürchterlich ernst genommen. Zum einen waren sie dadurch echt konsistent, und es machte unheimlcih viel Spass, zum anderen war es aber auch echt verbissen. Alles mitloggen (okay, kann man wegen der oben erwähnten kranken Gestalten noch verstehen), Datenbanken anfertigen damit, wer welchen Char wann mal gespielt und wer wen gekannt hat, und weiß der Kuckuck was noch... ein unglaubliches Sammelsurium an Informationen, über Jahre hinweg zusammengetragen. Es wäre zu bewudnern, wenn...

 

ja wenn nicht gleichzeitig bei vielen von ihnen das reale Leben wirklich vor die Hunde gegangen wäre. Ich habe mich - vermutlich, im Nachhinein, aus Selbstschutz - nicht besonders dafür interessiert, welcher Spielleiter jetzt was war oder wem was zugeschustert hatte (klang mir immer ein bisschen nach Sandkasten, wenn ich Kleinkriege haben will, gehe ich arbeiten, in meiner Freizeit brauche ich das nicht), aber ich glaube, da waren ein paar kaputte Leute unterwegs.

 

Richtig schockiert war ich, als ich einige aus der Gruppe mal spontan besuchte, wo man irgendwie sah, WIE sehr sich alles um das Spiel drehte, und nicht mehr um die Realität.

 

Es macht mich heute noch traurig, daran zu denken, weil ein paar wirklich, wirklich liebe Menschen darunter waren. Einer, der, mit dem ich mich am besten verstanden habe, hat vermutlich (so weit ich das beurteilen kann) den Absprung geschafft, und einfahc alle Ultima-Brücken hinter sich abgebrochen - schade, aber okay für mich, acuh wenn ich mcih ab und an gerne noch mal mit ihm unterhalten würde.

 

Was den Rest angeht... ich bin irgendwann gegangen, in einem schleichenden Prozess, weil mir die Lust daran zu fehlen begann.

 

Ich wünsche euch allen nur das Beste... und manchmal denke ich mit Wehmut zurück.

 

Esybilla 

1 Kommentar 30.4.08 16:10, kommentieren

Lustige Dinge, die mein Körper so macht

Keine Ahnung was im Moment los ist, der Wurm ist aber schon irgendwie drin. Gestern hatte ich den ganzen Tag Bauchkrämpfe, hab dann nachmittags den großen weißen Porzellangott angebetet, bin dann irgendwann heim, hab so Verspannungen gekriegt (meinem Magen gings wieder gut), daß ich wirklich Knubbel im Hals und am Schädel hatte (lustig, gell?), die haben sich weggeschlafen, aber jetzt sitze ich am Rechner, udn beides gemeinsam geht wieder los.

 

Vielleicht macht mich die Arbeit ja krank? :-)

 

Na ja, sehen wirs positiv. Es wurde gestern besser, als ich im Labor war. Also frisch auf ans Werk :-)

 

Esybilla 

30.4.08 09:32, kommentieren

Noch mehr neues vom Planeten V.

Ich frage mich, warum ich diese Kategorie nicht gleich 'der Planet V' genannt habe.

Oder warum ich mich noch drüber aufrege.

 

Na ja egal. Es ist auf jeden Fall mal wieder so weit. Momentan versuche ich ja gerade ein paar Dinge von V. zu messen (in meiner unendlichen udn manchmal für mich selbst unerträglichen Großmut), und muss leider zum einen feststellen, dass er offensichtlich über seine eigenen Proben selbst nicht wirklcih viel weiß und einen Einblick in seine Arbeitsweise von einer anderen Seite habe ich jetzt auch.

 

Was für eine Konzentration hat die Probe denn?

Och, weiß ich nicht. Das trocknet immer ein. Dann füll ichs halt auf, so daß ich messen kann

 

Mag ja sein, daß das bei sichtbarer Absorption ne vernünftige Taktik ist (ich glaube nicht), aber bei mir, wo man auf Reabsorption und all son Scheiss aufpassen muss, muss ich schon wissen, wie viel Konzentration ich hab. Wenigstens ungefähr. Und bei ner Probe, die schon beim Anschaun laut und deutlich schreit "Ich reabsorbiere wie der Teufel"

 

*würg*

 

Ganz nebenbei, kein Wunder daß da drüben ein küvettenfressendes Monstrum zu sein scheint. Die lassen ihre Proben einfach in den Küvetten. BEnutzen quasi die (über 100 Euro teuren) Quarzglasküvetten als Einmalküvetten. Bis sie die Probe entweder wegschmeißen können oder die Küvette versaut ist. Oder beides.

 

Zum Vergleich: Eine Kollegin und ich teilen (!) uns eine Küvette. Eine.

 

*kopfschüttel* Von dem Geld sollten wir lieber was vernünftiges kaufen.

 

 

Esybilla

*Meckertrine* 

30.4.08 09:29, kommentieren

Lille's statistics

Ich habe beschlossen, zu versuchen, hier meine Fortschritte fest zu halten, um mich ein bisschen zu disziplinieren. Damit mir sowas wie Yalthripsquell nicht noch mal passiert.

 

Also: Gestern ungefähr anderthalb Seiten geschrieben, die Story ein bisschen voran gebracht, soweit ganz zufrieden...

 

Es geht voran in Deutschland... 

23.4.08 11:08, kommentieren

Palimm, palimm...

Nachdem ich in meinem jugendlichen Leichtsinn versprochen habe, für das bald anstehende Mittelalterkonzert ein paar Lautenstückchen auf der Gitarre zu klimpern, blieb mir dieses Wochenende dann doch nichts anders übrig, als langsam mal das Instrument in die Handzu nehmen und mich damit zu befassen.

 

Warum habe ich das so lange nciht gemacht? Das mag ja irgendwie doof klingen, aber so Musik zu machen, ist wirklich immer wieder herrlich. Sicher, ich habe übelst viel verlernt (das, was ich jetzt für das Konzert WIRKLICH noch üben muss hätte ich früher locker vom Blatt gespielt), aber trotzdem ist es toll. Ich war am Freitag nach der Arbeit völlig genervt und sauer, und nach zehn Minuten mit meiner lieben Gitarre war alles wieder gut...

 

Hach, warum hat der Tag nicht mehr Stunden? Dann würde ich jeden Tag eine Stunde Gitarre spielen... naja bis zum Konzert werde ich das wohl müssen. Sonst blamiere ich mich bis auf die Knochen.

 

Aber macht nichts, es macht immerhin wirklich irre viel Spass... jetzt weiß ich wieder warum ich das acht Jahre lang mit Inbrunst gemacht habe...

 

palimm palimm

 

Esybilla 

21.4.08 11:16, kommentieren

Neues vom Planeten V.

Auf dem Planeten V....

hat nur V. recht, und nur V. das Sagen.

Da hat doch unser lieber Chiller für den Laser Flüssigkeit verloren und wir mussten neue reinfüllen. Leider benutzt man dafür eine spezielle Flüssigkeit, damit es keinen Algenbewuchs gibt - und den gibt es schnell an diesem Chiller, wie ich aus eigener, bitterer Erfahrung durchaus weiß, das geht sehr schnell, deshalb bin ich da vorsichtig.

Nun war das Zeug nicht sofort lieferbar. Und deshalb (unter anderem) konnte V. momentan bei uns nicht messen. Wir sagten ihm daß wir auf das Algenzeugs aus den USA warten, und er hat sich dann erstmal beim Chef beschwert, daß wir zu doof wären, einfach destilliertes Wasser in den Chiller zu füllen.

Hallo?! Ich weiß schon warum ich das tue. Wenn selbst destilliertes Wasser plus normales Algenzeugs mir die schönsten Kulturen in dem Ding macht (been there, done that!), dann nehme ich doch nur das Zeug von dem ich weiß, es macht KEINE Kulturen. *grmbl*

was mich besonders ärgert ist daß er mit sowas zum Chef rennt und wir das immer hinterher ausbügeln dürfen.

Naja, am Ende, aller Ärger für die Katz. Das Chillerzeugs ist da, aber leider ist beim Chiller die Pumpe kaputt und das arme Ding muss eingeschickt werden.

Life sucks - at times.

Esybilla

20.4.08 13:27, kommentieren