Von der besonderen Mentalität von Wissenschaftlern

Nach einem lustigen Gespräch zwischen einer Kollegin und mir bin ich mal wieder auf den Gedanken gekommen, wie sehr man in diesem Job ganz von alleine abzuheben beginnt.

 

Auslöser war die Unterhaltung über 'Beuteschemata' und eigentlich mussten wir uns beide eingestehen, dass man so als Physiker/Chemiker/Biologe/Ingenieur irgendwie normalerweise relativ inzestuös innerhalb dieser Gruppierungen ist. Bei vielen Freunden von mir, die andere Jobs machen, sind diese fächerinternen Beziehungen deutlich weniger ausgeprägt.

 

Ich frag mich, woran das liegt. Wird man mit der Zeit in diesem Geschäft so seltsam, dass nur jemand, der sich mit ähnlichem beschäftigt, das noch nachvollziehen kann?

Oder liegt es daran, dass man, anders als zum Beispiel Bekannte von mir, die eine Ausbildung gemacht haben, noch viel länger in dem künstlichen Biotop 'Uni/Ausbildung' rumdümpelt, so dass Dinge wie eine Familie zu gründen so unendlich weit weg erscheinen, weil man so lange noch in einer relativ prekären Lage lebt? So dass man dann, wenn man anfängt, in die Richtung zu denken, quasi nur noch Wissenschaftler kennt?

Vielleicht liegt es auch daran, dass die meisten Kollegen/Bekannten bei denen mir das aufgefallen ist, weiblich sind, und als Frau ist das gerade bei Physik ja auch immer so eine Sache - die Verhältnisse sprechen da eine klare Sprache. Auf der anderen Seite, die meisten meiner 'Datenpunkte' sind Chemiker und Biologen, und da sind die Frauen ja nicht so in der Unterzahl...

Komisch, komisch...

 

über was für Dinge man sich so Gedanken macht, wenn man sich vor der Arbeit drücken will...

 

Esybilla

 

2.4.08 15:32

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