Random walk

Angst vor meiner eigenen Courage

Oh mein Gott

Oh mein Gott

 

normalerweise lasse ich mich ja nicht so leicht ins Bockshorn jagen, aber gerade ist mir doch etwas... äh... anders geworden.

 

 Vor ein paar Monaten habe ich mich für eine Konferenz in Lyon beworben, und, dreist wie ich war, mal gleich gesagt, ich könnte auch einen Vortrag halten.

 

Was ich bekam war eine keynote lecture, also ein langer, zentraler Talk den normalerweise Professoren oder mal mindestens Experten auf dem Gebiet kriegen.

 

Na super. Dann bin ich wohl Experte in... was auch immer - nun ja, aus der Nummer komme ich jetzt wohl nicht mehr heraus.

Ich gebe ja zu, ich freue mich wirklich (auch wenn ich vermute, dass das dadurch zustande kommt, dass wenig Biophysiker da sind und ich darüber da rein komme), aber trotzdem... HIIIIIILFE. Man kann da ja auch eine Menge Mist bauen, so insgesamt.

 

Nun ja. Ich fürcht und freu mich. Aber wahrscheinlcih ist das wieder so eine Sache, wo man einfach mal ins kalte Wasser springen muss. Sollte ich wirklich vor haben in der Forschung zu bleiben ist das eine brilliante Chance, wenn es mir gelingt, sie vernünftig zu nutzen. Und auch sonst macht sich ne Invited Lecture immer gut im Lebenslauf.

 

Trotzdem... AAAAAAAAH

 

 

 Esybilla

7.4.08 14:08, kommentieren

The fine art of procrastination

Eigentlich macht mir die Arbeit ja hier wirklich eine Menge Spass, aber es gibt so Tage...

 

Irgendwie ist es momentan mal wieder extrem schwierig, sich auf irgendwas zu konzentrieren, und dabei habe ich hundert Sachen zu tun - und das kranke ist: auf die meisten davon habe ich auch wirklich Lust.

 

Trotzdem zieht es sich irgendwie und ich bewege mich mit der Geschwindigkeit einer durchschnittlichen Weinbergschnecke voran, meine Güte, das kann ja wohl wirklich nicht wahr sein.

 

Ich glaube es liegt daran, dass ich in letzter Zeit nicht so zum Schreiben gekommen bin, wie ich wollte. Das ist vielleicht das Allerkrankeste daran. Man sollte ja nicht meinen, dass einen das kindische in-den-Rechner-tippseln so beruhigt, aber ganz ehrlich, wenn ich eine Woche nicht geschrieben habe fühle ich mich irgendwie wie... zerfasert.

 

Als würden Teile meines Verstandes in unterschiedliche Richtungen gezogen, der kleinste Reiz löst einen Schwall von Worten, Gedanken, Geschichten aus, und den bringe ich nicht zum Schweigen, so sehr ich mich auch bemühe... hat schon fast ein bisschen was von Wahnsinn so insgesamt...

 

Ungünstig wenn man gerade versucht, ein superrationales, sachliches Paper zu schreiben *würg* oder sich auf schnöde Wissenschaft zu konzentrieren.

 

Manchmal macht mir das Sorgen. Hier an der Uni geht das ja alles noch irgendwie, wenn ich mal völlig verquer war den Tag über, arbeite ich halt den Abend, oder an einem anderen Tag länger, aber irgendwie sollte ich das schonmal lernen, zu kontrollieren, oder? Spätestens in der 'richtigen' Arbeitswelt, sollte ich die je mal betreten, ist diese freie Zeiteinteilung ja irgendwie nur selten noch drin...

 

 Naja, jeder hat mal ein schlechtes Jahr, oder wie war das? Vielleicht bin ich ja doch im falschen Job ;-)

 

Na wie dem auch sei, bloggen soll ja bei sowas auch schon ein bisschen helfen, und ich bilde mir einfach mal ein, ich wäre jetzt fokussierter und fange mal wieder an, was vernünftiges zu arbeiten.

 

Frisch auf ans Werk :-/

Esybilla 

 

 

4.4.08 11:17, kommentieren