Lästerschwester

Neues von der Frau ohne Eigenschaften

Manchmal beneide ich meinen Trainer nicht.

 

Zum Beispiel, wenn er, wie letzte Woche, der Frau ohne Eigenschaften beibringen muss, dass sie nicht mittanzen soll, beim Auftritt am Wochenende. Und dabei haben wir eigentlcih die Philosophie, dass jeder, der auch nur rudimentär kann, was wir aufführen, durchaus mitmachen kann.

 

Irgendwie tut es mir leid. Aber man kann zu jedem beliebigen (!!) Zeitpunkt in jeder beliebigen (!!) Tanzstunde zu ihr rüber schaun, und das was sie tut, ist nicht das, was momentan gemacht wird.

 

Ich weiß, daß ich die Ungeduld in Person bin. Ich bin da sicher auch nicht einfach, und würde mir da auch wünschen, mir ginge es nicht immer so auf den Geist. Bemerkenswert allerdings ist, daß es auch meinem Trainer gereicht hat. 

 

Das Problem ist ja nicht dass man mal einen Schritt versemmelt. Man kann ja ganz schön viel überspielen, aber man sollte dann wenigstens sehen,d ass man sich grob zur richtigen Seite dreht, grob das Bein an der richtigen Seite rausschmeisst und so weiter - und man muss ein bisschen flexibel reagieren können. EIne Bühne auf der man noch nie war und die man vor dem Auftritt auch nicht sieht ist ein Problem für sie. Irgendwie tut es mir leid und ich fühle mich schlecht dabei... aber was will ich machen? 

 

Besonders bemerkenswert ist, dass es, wie aus der Reaktion deutlich wurde, ihr überhaupt nicht bewusst ist, wie sehr sie hinterher und nebendran hinkt und neben dem ganzen Rest der Gruppe steht. Ich meine, sie macht noch eine andere Tanzgruppe woanders, aber da ist es genau das gleiche Problem, was man so hört.

 

Nicht jeder ohne Rhythmusgefühl sollte tanzen. Aber gut

 

Was soll's....

 

 

esybilla 

 

 

13.5.08 10:13, kommentieren

Die Frau ohne Eigenschaften

Die Frau ohne Eigenschaften ist eine, die ich schon seit dem Stuidum kenne. Sie war lange Zeit mit mir in der Fachschaft und hat, zwar einige Semester unter mir, aber doch recht viel mit mir zu tun gehabt. Seit einiger Zeit ist sie jetzt auch bei mir im Tanzen und da auch im Umfeld sehr aktiv.
Man kann ihr sicherlich nicht nachsagen, daß sie keine Hobbys hat. Sie macht ziemlich viel, vom Tanzen über Radio bis hin zu was weiß ich was noch, und sie stürzt sich mit bemerkenswertem Enthusiasmus in diese Aktivitäten.
Mir kommt es ein bisschen vor wie ein Chamäleon. Sie beobachtet, was Leute, die zu dieser oder jener Gruppe gehören eben machen und imitiert die Verhaltensweisen, wie man Vokabeln lernen würde. Ich finde das manchmal gruselig. Und auch irgendwie seltsam. Weil ich immer den Eindruck habe, daß nichts von Herzen kommt und alles irgendwie... auswendig gelernt ist. Ich glaube, es geht ihr immer darum, dazu zu gehören, und nicht, das zu tun, was sie da tut. Und dadurch gehört sie automatisch nicht dazu. Ich finde das irgendwie unheimlich schade. Manchmal würde ich ihr gerne helfen, aber das habe ich schon oft versucht, und irgendwie geht es nicht, und mittlerweile kann ich es auch nicht mehr.

Dazu kommt, daß es offensichtlich unmöglich für sie ist, das Bild das sie von sich hat mit der real existierenden Wirklichkeit überein zu bringen. Nicht daß ich sagen will, daß sie schlecht wäre, oder irgend etwas, aber entweder sie hat ein Wahrnehmungsproblem damit, was sie für ein Bild ausstrahlt - oder was sie kann und was nicht.

Ich fühle mich irgendwie nicht gut, weil ich da so ungeduldig und auch manchmal fast an der Grenze zum Gemein sein bin. Aber zum einen... ich weiß nicht. Irgend etwas an dieser auswendig gelernten Sache jagt mir Schauder den Rücken rauf, und zum anderen... wenn sie nur nicht ständig meine Persönlichkeitssphäre verletzen würde.

Es gibt einen kreis um mich rum, da darf nur mein Freund rein. Dann gibt es noch einen um mich rum, da dürfen Leute rein, denen ich vertraue, und die ich lange kenne. Und für andere Leute sind beide Kreise absolut TABU. Aber sie verletzt diese Grenzen. Ständig. Keine Ahnung. Vielleicht hat sie gesehen, daß man das unter Freunden so macht, und wir kennen uns ja lange genug um Freunde zu sein... ich weiß es nicht. Ich habs mir schon ein paar Mal verbeten, aber es bringt irgendwie nichts.

Neulich war ich bei einem Vortrag, wo sie auch war. Sie sah mich und winkte mir enthusiastisch (mit beiden Armen, in nem vollen Hörsal voller Physiker... urg...) und ich hab so getan als würde ich es nicht sehen, und hab mich woanders hingesetzt. Schäbig. ICh weiß. Aber irgendwie.. habe ich es nicht anders geschafft.

Manchmal wäre ich gerne viel geduldiger als ich es bin...

Esybilla


PS: Das Allergruseligste daran ist: Ich war früher glaube ich auch mal so. Zumindest ein bißchen. Es ist erschreckend, wenn man so drüber nachdenkt. Vielleicht reagiere ich deshalb so sensibel...

1 Kommentar 20.4.08 13:20, kommentieren

Waffeln

*schmunzel*

 

manchmal sollte ich wirklich lernen, meine Klappe zu halten. Vor ein paar Wochen brachte eine Bekannte zur Steptanzstunde Kuchen mit 'weil sie so lange nicht da war'.

 

Eine andere Bekannte, die sich bisweilen gerne mal in ihrer Interaktion mit der Umgebung vertut, lamentierte dann, sie würde das ja auch machen, hätte aber keinen Ofen. Ich bemerkte in meiner trockenen Art, ich würde durchaus auch Waffeln nehmen.

 

Eine Woche später kam ne Mail sie würde an dem Tag nicht zum Training kommen, sie hätte das Waffeleisen zwar schon gekauft müsste aber noch ein bisschen üben um dann Waffeln mit zu bringen.

 

???!!???

 

Das ist ja mal wieder so was wo ich Angst vor meiner eigenen Durchsetzungskraft kriege.

 

Na ja gestern war sie da, und es gab WIRKLICH Waffeln. Und sie waren nicth mal schlehct...

 

trotzdem frage ich mich - sie kennt mich seit sieben Jahren udn wir haben schon zusammen Dinge organisiert. Sie sollte doch den Unterschied bei mir zwischen Scherz udn Ernst wenigstens manchmal erwischen...

 

und ganz nebenbei: Warum gibt es Leute, die, wenn sie einem was sagen wollen, auf ungefähr (nicht gefühlte sondern echte) 30 cm an einen heran treten? Da läufts mir doch kalt den Rücken runter...

 

Esybilla, Lästerschwester 

17.4.08 09:19, kommentieren

Man soll ja eigentlich nicht schadenfroh sein...

... weil es nicht nett ist und überhaupt. Aber manchmal muss es doch sein.

 

Da hatten wir doch heute Gruppensitzung, und ein mir nicht besonders lieber Kollege hat sich sehr bös in die Nesseln gesetzt.

 

Nun ja, er ist nicht gerade für die Sorgfalt seiner Arbeit bekannt - un selsbt ich, die ich ja nun auch sicherlich kein Fanatiker was Korrektheit angeht, habe da bei manchen Dingen wirklcih Zweifel. Nun hat er leider über ein Problem, das ich hatte, und das ich mit dem Chef auch schon viel besprochen hatte, rübergebügelt, ich solle mcih nicth so anstellen, das ginge doch ganz einfach so zu machen, aber so geht es eben NICHT, und das wußte leider jeder im Raum. (Er sollte es auch wissen, als Physiker, verflixt noch eins!)

 

Aber auf sowas achtet man ja wenn überhaupt bei anderen. Auf jeden Fall kam er da bemerkenswert ins Schleudern, und mich hat es zugegeben ganz tief im Inneren ein bisschen gefreut, zumindest das kleine Teufelchen, das bisweilen auf meiner Schulter sitzt.

 

Nun ja, was solls. Sowas soll ja menschlich sein :-)

 

Irren auch, übrigens, aber manchmal glaube ich, hier wird man erst irre...

 Wie auch immer, das nächste Mal, wenn ich rund gemacht werde, dass bei mir etwas nicht läuft, von besagtem Menschen, habe ich auf jeden Fall so viel Munition in der Hand, dass er sich das hoffentlich dreimal überlegt. Auch nicth das dümmste, wenn man es mal so betrachtet :-)

 

grinsend

 

Esybilla 

10.4.08 15:47, kommentieren